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Prinzip der progressiven Leistungssteigerung - Mehr gleich immer mehr?


Viele Sportler kennen das folgende Problem:

Man geht  mehrfach die Woche zum Sport und nach einer gewissen Zeit steigert man sich einfach nicht mehr. Da kommt einen schnell die Frage auf, woran das liegen könnte und wie man das ändern kann.

 

Woran liegt es?

Ganz einfach gesagt: "Wer immer tut, was er schon kann, bleibt immer das, was er schon ist" - Henry Ford.

 

Am Anfang des Trainings waren die Belastungsreize für den Sportler noch optimal bis stark überschwellig, weswegen er eine Kraft bzw. Leistungssteigerung erfuhr.

 

Doch mit der Zeit wurden diese Belastungsreize nur noch funktionserhaltend bzw. nicht überschwellig. 

 

Wie kann man das ändern?

Die Konsequenz aus der  oben beschriebenen Thematik ist eine kontinuierliche Belastungssteigerung.

 

Diese kann vorgenommen werden durch:

- Erhöhung der Trainingshäufigkeit

- Erhöhung des Volumens

- Erhöhung der Intensität

 

Zum Punkt "Erhöhung der Intensität" würde ich empfehlen immer nur mit dem kleinstmöglichsten Gewicht jede Woche (oder alle zwei Wochen - je nach Leistungsstand und Trainingsplan) zu steigern, um so längerfristig seine Leistung zu erhöhen.

 

Doch auch hier muss man leider sagen, dass wir keine Maschinen sind, bei denen die Leistung durch Upgrades konstant nach oben geht. Beim Menschen verläuft diese eher parabelförmig und nie mit 100% Energie. Ein trainierter Mensch kann 80-90 % ausschöpfen (bei untrainierten sind es lediglich 70 %). Nur in extremen Situationen (z. B. Todesangst, Hypnose) oder durch Medikamente (z. B. Stimulanzien, Doping) sei es dem Menschen gegönnt 100% zu mobilisieren. Doch können wir den Grad der Ausschöpfung dieser Reserven minimal nach oben trainieren, z. B. durch das Krafttraining (Eifler, 2017).


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