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Krafttraining - der schweißtreibende Muskelschutz in einer Diät?


Solche, oder so ähnliche, Fragen bekomme ich häufiger gestellt und sind nicht immer leicht zu beantworten, da mehrere Faktoren diesen Prozess bestimmen.

 

 

 

Mögliche Faktoren laut Toigo (2015) wären:

 

Ausmaß und Dauer der Energierestriktion, relativer Anteil an Kohlenhydraten und Fett, Proteinzufuhr (Menge und Timing), Kraft- und Ausdauertraining (Art, Intensität, Dauer, Frequenz usw.) und die damit modulierte Substratutilisierung (d. h. ob während des Trainings und danach primär Kohlenhydrate oder Fett oxidiert werden), nutrigenetische Faktoren (genetische Faktoren, die mitbestimmen, auf welche Art der Energierestriktion, z. B. über eine alleinige Reduktion des Anteils

an Kohlenhydraten oder Fett oder beides kombiniert, jemand mit einem stärkeren Fettverlust reagiert) und schließlich auch das Alter.

 

So fanden z. B. Campbell et al. (2009) heraus, dass es keinen großen Unterschied für den Muskelschutz in ihrem Experiment gemacht hat, ob jemand in einer Diät Krafttraining gemacht hat oder nicht und alleine die Erhöhung des Nahrungsproteins dafür reicht.

 

Villareal et al. (2011) schieben den negativen Effekt der Anregung der MPB (Muskelabbaurate) bei zu langem Krafttraining zu, nachgewiesenermaßen aber nicht durch die Reduktion der MPS (Muskelaufbaurate). Beide Prozesse finden abwechselnd in unserem Körper statt.

 

Fazit:

Hier macht wie immer die Dosis das Gift bzw. spielt die Genetik wieder eine große Rolle, ob und wie viel jemand an Muskelmasse in der Diät mit Krafttraining verliert. Empfohlen wird bei einer längerfristigen Diät, dass gleichzeitig ein moderates Krafttraining betrieben wird, um einen höheren Verlust an Muskelmasse zu minimieren (Toigo, 2015).


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