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Antioxidanzien - der Antiheld für unseren Körper?


Was sind Antioxidanzien?

 

Antioxidanzien sind chemische Verbindungen (meistens Vitamine), die freie Radikale bzw. Prooxidanzien unschädlich machen.

 

Was sind freie Radikale?

 

Freie Radikale sind aggressive Moleküle, welche in unserem Körper zirkulieren und dabei Zellstrukturen und andere Moleküle zerstören. Sie stören Zellfunktionen und Enzyme und produzieren selbst toxische Verbindungen, welche die Zellmembranen anfallen. Somit vermutet man, dass diese freien Radikale bei der Entstehung und dem Voranschreiten zahlreicher Erkrankungen eine große Rolle spielen, z. B. bei Diabetes mellitus, Krebserkrankungen, Alzheimer, Arthritis, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und nicht zuletzt sogar beim Alterungsprozess (Hahn et al., 2005, S. 181).

 

Bekannte Antioxidanzien unserer Ernährung sind nach Burgerstein, Schurgast & Zimmermann (2010, S.350) und Hahn et al. (2005, S.182):

 

Vitamin A, C, E, beta-Carotin, Selen, Zink, Kupfer und das Coenzym Q10.

Somit wären z.B. Obst, Gemüse, Nüsse, Mais, usw. Träger für Antioxidanzien.

Doch auch die Aminosäuren Cystein und Methionin sowie die sekundären Pflanzenstoffe (z.B. Polyphenole), welche in grünem Tee und Kaffee enthalten sind, haben antioxidative Eigenschaften.

 

Natürliche vs synthetisch hergestellte Antioxidanzien?

 

Synthetisch hergestellte Antioxidanzien haben nicht den gleichen Effekt wie ihre Artgenossen aus der Ernährung.

Hier ist es so, dass bei der Einnahme solcher Präparate es zum erhöhtem Auftreten von Erkrankungen (z.B. Lungenkrebs) bzw. zu einer tendenziell höheren Sterblichkeit kam (Omenn et al., 1996)

 

Eine Studie mit Rauchern zeigt hingegen, dass sie aus der Nahrung in ähnlich hohen Dosierungen wie die in Supplementen zu keine negativen Effekten führt (Karlsen et al., 2011). Es tritt sogar #Gesundheitsverbesserung damit ein (Kozlowska & Szostak-Wegierek, 2014). Man geht davon aus, dass die bis dato noch unidentifizierbaren sekundären Pflanzenstoffe aus der #Ernährung was mit den unterschiedlichen Wirkungsweisen zu tun haben.


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