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Nahrungsprotein – das Anabolika unserer Ernährung? - Teil 1


Was passiert wenn wir Nahrungsproteine zu uns führen?

 

Wenn wir eine proteinhaltige Mahlzeit essen, dann wird das Nahrungsprotein in seine Bausteine (Aminosäuren) gespalten, verdaut und folglich steigt unsere Aminosäurenkonzentration im Blut an.

Die Aminosäuren gelangen dann über die offenen Kapillaren in die Muskeln und schließlich zu den Muskelfasern, durch deren Zellmembran die Aminosäuren ins Zellinnere transportiert und für den Aufbau der Muskelproteine genutzt werden.

 

Geht es noch ein wenig genauer?

 

Bei einem untrainierten Menschen liegt die primäre Ursache für die Schwankungen der Aufbaurate für das Muskelprotein (MPS) und der Abbaurate (MPB) in der Nahrungsaufnahme - besser gesagt in der Nahrungsproteinaufnahme (Für Sportler zählen noch weitere Faktoren).

Der Dreh- und Angelpunkt für die Stimulation der MPS sind die essenziellen Aminosauren (Isoleucin, Leucin, Lysin, Methionin, Phenylalanin, Threonin, Tryptophan, Valin), welche unser Körper nicht selber herstellen kann und somit zugeführt werden müssen (im Unterschied zu den nichtessenziellen Aminosauren).

Die Effektivitat der Aufnahme von Aminosäuren im Verdauungstrakt, ihr Transport im Blut zu den Muskelfasern, ihr Import in die Muskelfasern und der Aufbau zu Muskelprotein hängt allerdings von vielen Faktoren wie Alter, Training(szustand), Proteinquelle, Proteinmenge, Zeitpunkt der Zufuhr, Durchblutung usw. ab.

 

Was sagt mir das jetzt für meine Ernährung?

 

Mit  einer proteinhaltigen Mahlzeit steigt die MPS an und die MPB sinkt leicht ab.

Der Grund dafür ist der Verzehr einer gemischten Mahlzeit (Protein, Kohlenhydrate und Fette). Hier ist praktisch über die Effektivität von Fetten auf die MPS  nichts bekannt, dafür aber über die der Kohlenhydrate. Da Kohlenhydrate zu einem Anstieg der Insulinkonzentration im Blut führen, haben sie einen hemmenden Effekt auf die MPB, generell aber keine direkten stimulierende Effekte auf die MPS (Toigo, 2015).

 

Wie schaut es mit Aminosäuren und der Insulinausschüttung aus?

 

Das und mehr folgt in Teil 2 


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