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Nahrungsprotein – das Anabolika unserer Ernährung? - Teil 2


Was zuvor geschah:

 

Wir haben im ersten Teil festgehalten, dass Kohlenhydrate eine hemmende Wirkung auf die MPB (Abbaurate des Muskelproteins) hat, aber keine direkte stimmulierenden Effekt auf die MPS (Aufbaurate des Muskelproteins)

 

Wie schaut es jetzt bei den essenziellen Aminosäuren aus?

 

Essenzielle Aminosäuren (Leucin) wirken diesbezüglich ähnlich wie Kohlenhydrate, doch fuhren sie  zu einem geringeren Anstieg der Insulinkonzentration im Blut.

 

Heißt das jetzt man kann die MPB nur mit den Kohlenhydraten gut hemmen?

 

Nein – wenn die aufgenommene Proteinmenge (bzw. die Menge an essenziellen Aminosäuren im Nahrungsmittel) genügend hoch, so würden die Proteine allein ausreichen, um die Insulinkonzentration auf einen Wert zu erhöhen, welchen die MPB maximal hemmt und somit keine gleichzeitige Aufnahme von Kohlenhydraten von Nöten wären. Somit haben wir eine Dosis-Wirkungs-Beziehung zwischen dem aufgenommenen Protein und der MPS und MPB (Toigo, 2015)

 

Doch bei welcher Menge an essenziellen Aminosäuren bzw. Proteinen steigt unsere MPS?

 

Ab ca. 10 g essenziellen Aminosäuren (z.B. 22g hochwertiges Wheykonzentrat oder 20 g Wheyisolat) (Witard et al. 2014)

Jäger et al. (2017) geht sogar von 0,25g pro kg Körpergewicht bzw. 20-40g Protein pro Mahlzeit aus, wovon Leucin mind. 0,7-3g oder höher inbegriffen sein und in einem guten Verhältnis zu den anderen essenziellen Aminosäuren stehen soll (Reines Leucin oder BCAA's bringen euch ohne die restlichen essenziellen Aminosäuren nichts)

 

Wie schaut es mit der Frequenz aus? Wann und wie oft soll ich Eiweiß zu mir nehmen?

 

Das und mehr folgt in Teil 3


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