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Nahrungsprotein – das Anabolika unserer Ernährung? - Teil 3


Was zuvor geschah:

 

Im 2. Teil hatten wir uns mit der empfohlenen Aufnahmemenge von Eiweiß beschäftigt und haben mit der Frage aufgehört wie es mit der Mahlzeitenfrequenz aussieht.

 

Also, wie oft und wie viel sollte man an Eiweiß am Tag zu sich nehmen?

 

Um es kurz zu sagen:

 

Alle 3-4 Stunden ca. 20-40g (bzw. 0,25-0,4g pro kg/Körpergewicht) aus hochwertigen Proteinquellen (gutes Verhältnis der EAA's) (Moore et al., 2012; Areta et al., 2013; Kerksick et al., 2017)

 

Warum genau dieses Intervall?

 

Das liegt an dem sogenanntem "muscle full-effect". Dieser besagt, dass die MPS ihren höchsten Wert nach 1,5 h aufweist, nachdem man Aminosäuren zugeführt.  Nach weiteren 2 h kehrt die MPS zum Ausgangswert zurück und verharrt solange dort, bis wieder weitere Aminosäuren aufgenommen werden können (Bohé, 2001).

 

Kann man dann nicht einfach schon nach 1,5 h wieder Aminosäuren zu sich nehmen, bevor es zum Absinken des Wertes kommt?

 

Leider nicht, da der Muskel ab dem Zeitpunkt von der ersten Zufuhr von Aminosäuren bis zum Absinken auf den Ausgangswert nach insgesamt ~3,5 h unempfindlich gegenüber weiteren zugeführten und vorhandenen Aminosäuren ist, selbst wenn sie extern ins Blut infundiert werden (Bohé, 2001). Dies heißt nicht das unser Körper die "überflüssigen" Aminosäuren ausscheidet - sie werden lediglich im Aminosäurepool zwischengelagert.

 

Gibt es vielleicht Kritikpunkte bei dieser Studienlage?

 

Das und mehr folgt in Teil 4


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