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Nahrungsprotein – das Anabolika unserer Ernährung? - Teil 4


Was zuvor geschah:

 

Im 3. Teil hatten wir uns mit dem muscle-full-effect (MFE) beschäftigt und haben mit der Frage aufgehört, ob es Kritikpunkte gibt.

 

Also gibt es Kritikpunkte zum muscle-full-effect?

 

Um es kurz zu sagen:

 

Ja. Gemäß den Kritikern, wie Deutz und Wolfe (2013), ist mit dem Höchstwert der MPS noch nicht die maximale anabole Antwort erreicht. Nach ihnen kann man die anabole Reaktion zu diesem Zeitpunkt noch weiter steigern, und zwar über keine weitere Stimulation der MPS, sondern über eine Hemmung der MPB mithilfe der hohen intrazellulären Aminosäurenkonzentration.

 

Und jetzt bitte nochmal kürzer und knackiger?

 

Knapper ausgedrückt in einer Formel:

 

NBIL (Nettomuskelproteinbilanz) = MPS - MPB

 

So wird ersichtlich, dass eine Hemmung der MPB erstmal durchaus eine logische Schlussfolgerung zur maximalen anabolen Antwort ist. Nur muss erwähnt werden, dass eine Messung der MPB schwerer ist, als die der MPS, weswegen sie häufiger ausgelassen wird.

 

Ist der MFE also doch nicht so ausschlaggebend?

 

Nach Moore et al. (2012) schon. Da in Ihren Studien die MPB mit berücksichtigt wurde und somit die Hemmung der MPB nicht so ausschlaggebend ist wie die maximale Stimmulation der MPS. Was auch laut Glynn et al. (2010) daran liegt, dass die MPS im Vergleich zur MPB drei-bis fünfmal stärker schwankt zwischen der Nahrungsaufnahme und -absorbtion. So bekräftigen die Resulate von Moore et al. (2012), welche die MFE weiter stützen, dass die MPS die primäre Größe der anabolen Antwort darstellt (Toigo, 2015).

 

Mein Statement zu der Sache und mehr folgt im 5. und erstmal letzten Teil dieser Reihe.


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