· 

Nahrungsprotein – das Anabolika unserer Ernährung? - Teil 5


Was zuvor geschah:

 

Im 4. Teil hatten wir uns mit dem muscle-full-effect (MFE) und seinen Kritikpunkten auseinandergesetzt und mit der Frage aufgehört, was ich davon halte.

 

Mein Statement:

 

Ich erachte den MFE bzw. seine Vorgehensweise alle 3-4 Stunden ca. 20-40g (bzw. 0,25-0,4g pro kg/Körpergewicht) aus hochwertigen Proteinquellen (gutes Verhältnis der EAA's) (Moore et al., 2012; Areta et al., 2013; Kerksick et al., 2017) zu sich zu nehmen als sinnvoll und erfahrungsgemäß als beste Methode für den optimalen Muskelaufbau.

 

Doch genauso wie bei dem Thema mit dem optimalen Trainingsplan, welches ich am 05.10.17 mal geschrieben habe, bringt einem das Optimum nichts, wenn man es nicht einhalten kann.

Hier muss dann ein eigenes Optimum geschaffen werden.

 

Sprich, wenn du nur alle 6h etwas essen kannst (Arbeit, viel unterwegs, kein Hunger, Krank etc.), dann mach dir keinen Stress und zwing dir nichts rein.

 

Doch sei nochmal erwähnt, dass lediglich ca. 10 g essenziellen Aminosäuren (z.B. 22g hochwertiges Wheykonzentrat oder 20 g Wheyisolat) schon ausreichen, um die MPS maximal zu stimulieren (Witard et al. (2014), welche man eben schnell mit 3-4 Zügen runterbekommt (die anderen Mikro-/Makronährstoffe KANN man auch zu anderen Zeitpunkten einnehmen - zwar wäre es besser bei jeder Mahlzeit alle einzunehmen für einen größeren Mehrwert, aber wenn es nicht geht, geht's eben nicht).

 

Und bevor jetzt jeder zum nächsten Nahrungsergänzungsmittelladen seines Vertrauen läuft und sich EAA's und Whey für die nächsten Jahre kauft - ihr könnt die angegebenen EAA-/Proteinmengen auch normal über Eure Ernährung decken, welche teils sogar eine höhere Biologische Wertigkeit hat (Faktor von Nahrungsprotein zu Muskelprotein) als unser gutes Whey - z.B. Kartoffeln und Ei (136) im Vergleich zum Whey (104) ( Pellett & Young, 1980).

 

Also nochmal zusammenfassend in 2 Punkte:

 

1. Wenn das Optimum nicht geht - schaffe Dein eigenes

2. Nahrungsergänzungsmittel bleiben Ergänzungen und sind niemals essenziell

 

Hiermit schließe ich dann erstmal die Reihe der Proteine und widme mich anderen Stoffen.


Kommentar schreiben

Kommentare: 0